Ride 2025 - 439km 4 Länder Alpen-Wahnsinn
Nockalm & Vršič-Pass mit dem 50cc Mofa!

Das Video zum Workshop ist endlich online! DU FINDEST DAS VIDEO GANZ GANZ UNTEN! Es sind Bilder, die unter die Haut gehen – Zweitakt-Sound, blauer Dunst und das Panorama der Alpen. Unser Basecamp am Weissensee in Kärnten war der perfekte Ausgangspunkt für ein Experiment, das als „Prototyp“ startete und uns emotional sowie fahrerisch alles abverlangt hat.

Tag 1, 204km: Pässe, Regen und Offroad-Glück, 204km

Kurvenrausch und Kärntner Gastfreundschaft

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Vielfalt. Von unserem Stützpunkt am Weissensee aus nahmen wir die Mofas hart ran. Über die legendäre Nockalmstraße schraubten wir uns in die Höhe, genossen die sanften Kuppen der Nockberge und ließen uns den Fahrtwind um die Nase wehen. Ein kurzer Regenschauer am Fuße der Nockalm unterhalb des Falkertsees konnte die Stimmung nicht trüben – im Gegenteil, es gab der Tour die nötige Würze.

Nach einer Umfahrung des Millstätter Sees wartete das Highlight für alle Adrenalin-Junkies: eine kurze, aber knackige Offroad-Challenge hinauf zur Hermagorer Bodenalm. Staub, Steine und das Röhren der Motoren – echtes Enduro-Feeling auf 50 ccm. Nach insgesamt 204 Kilometern kehrten wir erschöpft, aber glücklich ins Camp zurück.

Tag 2: Drei Länder in 235 Kilometern

Die Drei-Länder-Königsetappe

Am zweiten Tag hieß es: Frühstart. Wir wollten Grenzen überschreiten – buchstäblich. Vom Weissensee ging es über die Sonnenalpe Nassfeld direkt nach Italien. Auf dem Alpe-Adria-Radweg rollten wir Richtung Chiusaforte, bevor uns der Weg zum Neveasattel führte. Die Landschaft wechselte von schroffen Felsen zu smaragdgrünen Gewässern, als wir am Passo del Predil die Grenze nach Slowenien passierten.

Das malerische Soča-Tal empfing uns mit seinem fast unwirklich hellblauen Fluss. Doch die eigentliche Prüfung wartete noch: Der Vršič-Pass mit seinen 49 kopfsteingepflasterten Kehren. Ein mechanischer Härtetest für Mensch und Maschine. Erst um 15:00 Uhr erreichten wir Kranjska Gora zum wohlverdienten Mittagessen. Da uns die Zeit im Nacken saß, mobilisierten wir für den Rückweg über den Wurzenpass, das Gailtal und den Kreuzbergsattel alle Kraftreserven. Nach 235 Kilometern schloss sich der Kreis im Basecamp. Tolles Wetter, super Leute – ein unvergesslicher Ritt.

Ein Fazit mit Realitätssinn

Ein ehrliches Resümee: Warum dies der letzte organisierte RIDE war

So schön diese Tage waren, so klar ist auch der Blick auf die Realität. Dieser Workshop war ein Prototyp, und ich habe eine schwere Entscheidung getroffen: Ich werde diese organisierten Ausfahrten in dieser Form nicht mehr anbieten.

Die Gründe sind rein pragmatischer Natur. Die Verantwortung für die Teilnehmer und der doch erhebliche organisatorische Aufwand (Location Scouting im Vorfeld, Videoequiplment, etc…) stehen in keiner Relation zum Ergebnis. Am Ende ist es ein wunderbares, spaßiges Zusammensein, aber die Vision, dabei ein hochprofessionelles Video zu produzieren, scheitert an der Gruppengröße. Dreh- und Filmpausen dauern bei 50 Teilnehmern schlichtweg zu lange und bremsen den Fahrfluss massiv aus. Bei fünf Teilnehmern ist das schon schwierig. Für eine solche Produktion bräuchte es eine Größenordnung von 500 bis 1000 Teilnehmern, um den logistischen Apparat zu rechtfertigen. Wir sind auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Die Zukunft: Eigenregie und neue Ziele

Die Vision lebt weiter – auf eigene Faust!

Auch wenn ich nicht mehr als Organisator auftrete, würde es mich riesig freuen, wenn die Idee als „Open Source“-Projekt weiterlebt. Wenn sich die Community verselbstständigt, sich auf eigene Gefahr und Organisation trifft und daraus etwas Eigenständiges entsteht, wäre das das schönste Kompliment für diesen Prototyp.

Die Pläne für die Zukunft liegen bereits in der Schublade und können als Inspiration dienen:

  • 3. bis 6. September 2026: Kroatien-Abenteuer. Von Krk die Küstenstraße entlang nach Zadar mit overnight stay und dann über die Inselwelt zurück.
    HIER DIE GOOGLE MAPS ROUTE – Ziemlich geil!

  • 2. bis 5. September 2027: Comer See (Italien-Feeling pur).

Danke an die Pioniere!

Ein riesiges Dankeschön geht an meine vier Mitstreiter Roland, Stefan, Martin, Beat und (Sponsor) Patrick. Ihr wart Teil des ersten und auch letzten offiziell organisierten RIDES. Danke für euer Vertrauen, eure Ausdauer und die gemeinsame Zeit auf der Straße.

Schaut euch das Video an, genießt die Bilder und lasst euch inspirieren. Die Straße ruft – auch wenn wir sie ab jetzt wieder in kleineren, privaten Kreisen erobern.

Wir sehen uns on the Road!
Euer Manuel Ribis

Open Source: Die Routen für dein eigenes Abenteuer!

Wie versprochen lassen wir die Idee weiterleben. Auch wenn es keine offiziell organisierten Workshops mehr gibt, soll der Spirit nicht verloren gehen. Damit ihr die Touren am Weissensee, über das Nassfeld oder den Vršič-Pass selbst unter die Räder nehmen könnt, stelle ich euch unsere gesamte Planung als Open Source Quelle zur Verfügung.

Egal ob ihr alleine loszieht oder euch in einer eigenen Gruppe organisiert: Hier findet ihr die originalen Streckenverläufe, Basecamps und Geheimtipps unserer Ausfahrt.

Hier geht es zum Routenplan auf Google Earth: 👉 Workshop Weissensee – Karten & Routen – https://earth.google.com/earth/d/1XFwpfhoNNIBu6qGZStrxvkMdRJrTJu9B?usp=sharing

Was du dort findest:

  • Tag 1: Die Nockalm-Runde inklusive Millstätter See und der Offroad-Challenge zur Hermagorer Bodenalm.

  • Tag 2: Die große 3-Länder-Königsetappe (Österreich, Italien, Slowenien) mit allen 49 Kehren des Vršič-Passes.

Ein kleiner Hinweis: Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr und Verantwortung. Die Strecken sind anspruchsvoll für Mensch und Material – stellt sicher, dass eure Mofas für die Höhenmeter bereit sind!

Ich freue mich riesig, wenn die Idee verselbstständigt wird. Teilt eure Erlebnisse gerne mit uns, wenn ihr die Touren nachfahrt!