Bock uf Mofa 2025
(Gampel, 12. – 14. September 2025) Was gibt es schöneres, als mit einem Moped-Klassiker durch atemberaubende Alpenlandschaften zu cruisen? Genau das dachte ich mir, als ich mich wieder auf den Weg zum diesjährigen Moped-Event „Bock uf Mofa“ im schweizerischen Wallis machte. Die Anreise war schon ein Abenteuer für sich, ganz im Zeichen der modernen Mobilität und der Nostalgie.
Mit meinem vollelektrischen ID.BUZZ, auf dessen Träger meine treue Zündapp Bergsteiger von 1974 thronte, startete ich in Obergurgl. Die Strecke führte mich über den Arlbergpass bis nach Frauenfeld, wo ich meine Freunde von Mofakult.ch traf. Gemeinsam ging es weiter zum Autoverlad Kandersteg–Goppenstein – eine sensationelle Erfahrung, die den Weg ins Wallis zu einem Highlight machte. Schon im Anreisestau spürte ich die Vorfreude, als die ersten „Töfflibuebe“ (Mopedfahrer) in ihren schicken Outfits auftauchten
Die Ankunft auf dem Campingplatz war perfekt: herzlich, gastfreundlich und mit einem schönen schweizer Käsefondue gekrönt. Vielen Dank an alle! 💕😘 Der Abend war super und klang bei der Welcome Party im Festzelt aus, wo wir uns auf die bevorstehende Tour einstimmen konnten.
Ein Ritt durch die Walliser Berge, mit unerwartet schnellem Ende!
Am Samstag um 10:00 Uhr startete die grosse Mopedtour. Die Route war spektakulär: 116 Kilometer und 5300 Höhenmeter quer durch die Walliser Bergwelt. Von Gampel, unterhalb des tragischerweise vom Felssturz ausgelöschten Ortes Blatten, ging es nach Leukerbad und weiter auf die andere Talseite zur Moosalp und über Visp wieder retour. Die Landschaft ist einfach unvergesslich und wunderschön.
Sogar meinen alten Freund, den Dino Pelloli hab ich getroffen und hab mich auf einen großartigen gemeinsamen Tag, der schon lange überfällig war gefreut.
Leider nahm mein Abenteuer nach rund 20 Kilometern ein jähes Ende. Ein technischer Defekt – ein komplett zerstörtes Radlager – zwang mich, die Tour abzubrechen. Glücklicherweise ist mir nichts passiert und ich konnte mich in aller Ruhe in den Besenwagen setzen. Vielen Dank an das ganze Team und der gut sortierten Hausbar!
Mit der Zündapp auf dem Besenwagen fuhr ich noch die Strecke mit ins Tal. Jedoch konnte ich auf der Moosalp keine verdiente Cremeschnitte geniessen.
Ein Fazit und ein Versprechen
Trotz des abrupten Endes der Tour war es ein fantastisches Wochenende mit tollen Gesprächen und großartigen Menschen.
Mein grosses Lob geht an die Organisatoren rund um Roman und seinen Kameraden: Der Campingplatz war top, alles war tip top sauber. Wie ihr schon selber sagt: „Qualität statt Quantität!“ Bitte macht weiter so!
Auch wenn ich mein persönliches Ziel, die 20.000 Kilometer auf dem Moped zu knacken, um 40 Kilometer verfehlte, bin ich froh über die Erfahrung. Frustriert über das frühe Aus und gleichzeitig sehr fit für die Rückreise, trat ich die Heimfahrt mit der Chaos Truppe an.
Mein ID.BUZZ verbrauchte umgerechnet auf den Energiewert von Diesel nur 2,16 Liter auf 100 km. Zum Vergleich braucht mein Moped etwa gleich viel Sprit. (hat aber keine 2,8 Tonnen Leergewicht, keinen Radio und keine Klimaanlage 😏).
Die Rückreise hat wieder einmal gezeigt, dass Elektromobilität völlig problemlos funktioniert. Ich möchte auf keinen Fall jemanden missionieren, oder gar bekehren. Mir ist das eigentlich herzlich egal womit jemand unterwegs ist. Aber dennoch, bei aller Effizienz der E-Mobilität: Nichts geht über den Duft von Zweitakt-Gemisch in der Luft.
Das zweite Septemberwochenende hab ich mir schon dick im Kalender eingetragen! Mein Moped-Herz schlägt im wunderschönen Schweizer Wallis!
Wir sehen uns nächstes Jahr! Es war mir wieder einmal eine Ehre!
„Die 50-Kubik-Szene lebt von der Vielfalt und den vielen innovativen Ideen, die ihre einzelnen Clubs hervorbringen. Diese Events sind absolut wichtig, um unser gemeinsames Hobby und unsere Leidenschaft aufrechtzuerhalten und den einzigartigen Kult lebendig zu halten.“ …egal woher die Teile kommen 😉