20.000 km auf der Uhr – und die Bergi läuft wie am ersten Tag
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Manche Maschinen brauchen keinen Aufwärmlauf. Die Bergi schon gar nicht.
Den Winterschlaf hat sie gut verpackt in der Wäscherei verbracht. Und dann zu Peter Stangl zum Service – Reifen noch voll mit Luft, alles tip top. Motor angeworfen, läuft. Als wäre sie gestern noch gefahren. Danke, Peter – der geheime Schutzpatron aller Zündapp Mopedfahrer. Das ist Arbeit die man nicht sieht, die man aber bei jedem Kilometer spürt.

20.000 Kilometer – auf nochmal soviele!
Bevor wir überhaupt losgekommen sind, gab es etwas zu feiern: 20.000 km auf der Uhr. Für eine 50cc Zündapp Bergsteiger ist das kein Kilometerstand – das ist ein Lebenswerk. Jeder einzelne davon über Pässe, durch Täler, gegen den Wind und manchmal auch gegen die eigene Vernunft.
Ursprünglich wollte ich das schon beim letzten Event des Sommers schaffen – beim Bock uf Mofa im Schweizer Wallis. Da hat es dann aber nicht gereicht. Die Achse ist gebrochen. Peter hat die Bergi wieder repariert und bei uns in Mötz eingewintert – und jetzt, im Frühjahr 2026, ist es so weit.
20.000 Kilometer auf einem Moped das aussieht als hätte es gerade die Fabrik verlassen. Auf nochmal soviele! 🎉

Mötz bis Obergurgl – 1.276 Höhenmeter auf 50cc
Die erste Tour der Saison war kein Spaziergang. Von Mötz auf 654 Metern durchs Inntal, Richtung Ötztal – und dann immer weiter rauf. Silz, Haiming, Ötz. Der Talboden fällt zurück, die Straße wird steiler, die Luft frischer.
Umhausen auf 1.000 Metern. Längenfeld auf 1.179. Sölden auf 1.368. Zwieselstein auf 1.470. Und dann – Obergurgl. 1.930 Meter. Heimat.
+1.276 Höhenmeter. Auf 50cc. Weil man das kann.

Batterie leer. Polizei da. Kaffee im Hauptquartier.
Natürlich lief nicht alles glatt – wäre ja kein richtiger Ausritt. Kurz nach dem 20.000 km Geburtstag hat die Kamera-Batterie aufgegeben. Dann das Handy. Die Kamera selbst kurz vor Sölden. Und mir war so kalt, dass mir der Kaffee-Stopp sehr gelegen kam.
Dann noch die Polizei. Zwei Polizistinnen – die ich im letzten Moment selbst erst gesehen habe. Obwohl ich so langsam unterwegs war. Ergebnis: 37 km/h. Alles im grünen Bereich. Die Bergi bleibt eine Musterschülerin.
Und dann: Kaffee im Hauptquartier des Ötztaler Moped Vereins. Für alle die das nicht kennen – das ist nicht irgendein Vereinsheim. Das ist die Heimatbasis der größten Moped-Gang der Welt. Kaffee dort schmeckt anders. Der schmeckt nach 14 Jahren Vereinsgeschichte, nach großartigen Erlebnissen und nach noch großartigeren Menschen.

Das ist erst der Anfang
Dieses Video ist das erste. Nicht die erste Episode der großen Serie – aber der erste Beweis dass die Bergi bereit ist, dass der Kanal lebt und dass die Saison 2026 richtig losgehen kann.
Was kommt? The Silent and the Smoker – die Zündapp Bergsteiger gegen den VW ID. Buzz GTX. 50cc gegen 340 PS. Knattern gegen Stille. Die schwächste und die stärkste Maschine, die ich je gehabt habe. Die höchsten Pässe. Ein Jahr. Mehrere Episoden.
Aber zuerst: 20.000 Kilometer feiern. Einen Kaffee trinken. Und die Bergi anlassen.

Das erste Video von The Silent and the Smoker – Moped-Auswintern und Frühlingstour ins Ötztal
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